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Gemeinschaftl. Testament - Scheidung


Errichten Eheleute ein gemeinschaftliches Testament, lässt sich das Ehepaar danach rechtskräftig scheiden, so lebt dieses nach deren Wiederverheiratung nicht wieder auf.

Im Fall hatte ein Ehepaar wieder geheiratet, nachdem bei dem Ehemann eine schwere Erkrankung festgestellt wurde. Der Ehemann sollte versorgt sein. Zwischen der Scheidung und der Versöhnung lag ein Zeitraum von 14 Jahren. Der Senat des OLG stellt darauf ab, was zwischen den Eheleuten im Zeitpunkt der Testamentserrichtung gewollt war. Es wird auf den mutmaßlichen Willen der Testierenden abgestellt.

Wenn sich im Wege der Auslegung nicht feststellen lässt, dass die Testierenden die Wirksamkeit des Testaments auch für den Fall der Auflösung der Ehe gewollt haben, ist ein „Wiederaufleben“ ausgeschlossen.


OLG Hamm, Beschluss vom 26.08.2010, I-15 Wx 317/09, FGPrax 2011, 83 = ErbR 2011, 154

Im Netz abrufbar unter-  www.justiz.nrw.de – Link : 

www.nrw.de:http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/hamm/j2010/I_15_Wx_317_09beschluss20100826.html


Problemstellung: 

Heirat - Errichtung gemeinschaftliches Testament - Scheidung - Wiederverheiratung - Tod eines der Ehegatten


 

 

 


Rechtsanwalt Michael K. Riefer • Brettener Straße 2 • D-75438 Knittlingen
Telefon: 0 70 43 / 955 69 63 • Telefax: 0 70 43 / 955 69 65 • E-Mail buero@kanzlei-riefer.de