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Realsplitting - Was ist das denn?

Realsplitting - steuerliche Behandlung von Unterhaltszahlungen 


Sind die ehemaligen Eheleute geschieden oder leben dauernd getrennt, stellt sich die Frage, wie von einem Partner geleistete Unterhaltszahlungen steuerlich zu behandeln sind.

Nach § 10 Abs. 1 a Nr. 1 EStG können Unterhaltsleistungen an den betreffenden Ehepartner bis zu einem Betrag von derzeit 13.805,00 EUR im Kalenderjahr als Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Dies gilt auch für Unterhaltszahlungen an mehrere Empfänger. Unterhaltsleistungen sind bis zum Höchstbetrag pro Person abziehbar.

Wichtig ist, dass nicht nur Geldzahlungen an den Ex-Partner steuerbegünstigt sind, sondern auch Leistungen in Geldeswert (z.B. Mietwert der überlassenen Wohnung).

Der Unterhaltsleistende muss bei seinem für sich zuständigen Finanzamt einen entsprechenden Antrag stellen. Diesbezüglich hat der Steuergesetzgeber die sogenannte „Anlage U“ geschaffen. Diese Anlage ist sowohl vom Unterhaltsleistenden als auch vom Unterhaltsempfänger zu unterzeichnen.

Insoweit hat der Zahlungspflichtige einen rechtlichen Anspruch auf Zustimmung durch seinen ehemaligen Partner. Dieses Recht ist bei den Familiengerichten geltend zu machen. Jedoch kann der Zahlungsempfänger seine Zustimmung davon abhängig machen, dass der Leistende die eintretenden (steuerlichen) Nachteile des Zahlungsempfängers ersetzt (vgl. BGH FamRZ 2010, 272).

Im Gegenzug dazu hat der Leistungsempfänger die empfangenen Unterhaltszahlungen zu versteuern. Diese werden im Einkommensteuerrecht als „sonstige Leistungen“ nach § 22 Nr. 1a EStG angesehen.

Der Zahlungsempfänger hat lediglich die Möglichkeit, den sogenannten „Werbungskostenpauschbetrag“ in Höhe von derzeit 102,00 EUR von den empfangenen Unterhaltsleistungen in Abzug zu bringen.

Dieses begrenzte Realsplitting hat sich in Deutschland bewährt und ist gängige Praxis.


Stand:  21.04.2017 - Copyright 2017 Michael K. Riefer

 


 

 

 

 


Rechtsanwalt Michael K. Riefer • Brettener Straße 2 • D-75438 Knittlingen
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