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Kleinstkapitalgesellschaften


Kleinstkapitalgesellschaften-Bilanzrechtsänderungsgesetz

Der deutsche Gesetzgeber hat das Kleinstkapitalgesellschaften-Bilanzrechtsänderungsgesetz (MicroBilG) eingeführt. Es dient der Umsetzung der Vorgaben der EU-Micro-Richtlinie (2012/6/EU) in nationales Recht.

Inhalt:
Die kleineren Kapitalgesellschaften (oftmals GmbH) sollen von den aufwändigen Publizitätsvorschriften ausgenommen werden. Auch können einige Bilanzpositionen (vgl. Formblatt in § 266 HGB) zusammengefasst werden.

Ob eine KapGes unter das neue Gesetz fällt, ist anhand des neuen § 267a HGB zu prüfen:
Eine Kleinstkapitalgesellschaft i. S. d. MicroBilG liegt vor, wenn die betreffende Gesellschaft an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen zwei der drei nachstehenden Merkmale nicht überschreitet:
a) 350.000 EUR Bilanzsumme
b) 700.000 EUR Umsatzerlöse
c) Im Jahresdurchschnitt 10 Arbeitnehmer
Sollten die Vorgaben eingehalten werden, greifen folgende Erleichterungen:
- kein Anhang
- Zusammenfassung von Bilanzpositionen
- Verkürzung der GuV auf acht Zeilen
- keine Offenlegungspflicht (u.a. im elektronischen Bundesanzeiger)
Anwendbarkeit des Gesetzes:
Alle Jahresabschlüsse, die auf den 30.12.2012 folgen.


Kritik:
Mit dem elektronischen Bundesanzeiger hatte man als Gläubiger zumindest einen (groben) Anhaltspunkt über die VFE-Lage eines Unternehmens. Mit dem hier eingeführten neuen § 267a HGB wird nach diesseitiger Meinung Betrügern und Steuerhinterziehern weiter "Tür und Tor" geöffnet. Von Transparenz kann keine Rede mehr sein.



Quelle: BGBl., Teil I 2012, 2751; ausgegeben zu Bonn am 27.12.2012

 

 

 


Rechtsanwalt Michael K. Riefer • Brettener Straße 2 • D-75438 Knittlingen
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