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Änderungen 2012

Zum Jahresbeginn 2012 hat es einige gesetzliche Änderungen gegeben, welche in erster Linie junge Familien betreffen.

1.) Kindergeld

Der große bürokratische Aufwand für erwachsene Kinder ist weggefallen. Nach Abschluss der ersten Berufsausbildung ist lediglich nachzuweisen, dass das Kind während der Ausbildung nicht mehr als 20 Stunden nebenberuflich tätig war.

Auch erhalten Eltern Kindergeld, wenn die Kinder im Bundesfreiwilligendienst oder im Internationalen Freiwilligendienst tätig sind, und zwar rückwirkend zum 01.01.2011.

2.) Pflege von nahen Angehörigen

Beschäftigte können über einem maximalen Zeitraum von 24 Monaten ihre wöchentliche Arbeitszeit auf bis zu 15 Stunden verringern. Die Vergütungsdifferenz wird durch eine Lohnaufstockung ausgeglichen. Nach diesem Zeitraum muss der Lohnaufstockungsbetrag „abgearbeitet“ werden. Wichtig ist, dass für den Fall der Berufsunfähigkeit nach der „Familienpflegezeit“ die Möglichkeit des Abschlusses einer speziellen Versicherung besteht.

2.) Kinderbetreuungskosten

Jedes Jahr was Neues: Mit Verlaub, selbst ausgewiesene Steuerexperten können bei dieser rasanten Entwicklung kaum noch Schritt halten.

Aktuell gilt:

Eltern können 2/3 der Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben nach § 10 EStG absetzen. Die Kappungsgrenze liegt bei 4.000,00 EUR/ Jahr. Auf die Differenzierung „erwerbsbedingt/ nicht erwerbsbedingt“ kommt es nicht mehr an.

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Kurzer Kommentar zu den o.g. Neuerungen:

Zu begrüßen ist der Abbau der Hürden beim Kindergeld und die anstandslose Anerkennung von Kinderbetreuungskosten.

Leider bestehen erhebliche Zweifel an dem Modell „Familienpflegezeit“. Der Arbeitnehmer, der nahe Angehörige zuhause pflegt, muss die ausgefallene Arbeitszeit nacharbeiten. An sich ist das „Urlaub ohne Bezüge“. Eine Unterstützung des Staates für diese Doppelbelastung des pflegenden Arbeitnehmers ist nicht zu erkennen. Das Projekt wurde vom BMG und auch vom BMA aus Berlin vollmundig angekündigt. Seit nunmehr über 30 Jahren ist eine gesellschaftliche Anerkennung der Arbeit der Pflegepersonen, egal ob in einem Heim (institutionell) oder zuhause (privat) nicht ersichtlich.


Stand: 29.01.2012

copyright: Michael K. Riefer, 2012


 

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